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John BEERNAERTS Erzählt NEMO33

John Beernaerts, jeune plongeur John BEERNAERTS, schon als junger Taucher entstand das Konzept für NEMO33, 1978.

 

"Es war einmal... eine Zeit, in der Tauchen noch gefährlich war..."

Erinnern Sie sich noch an die langwierigen Tauchübungen, die in der Regel am Abend in Schwimmbädern stattfanden, wenn das Wasser am schmutzigsten war? Nicht nur, dass man ein unhygienisches, verschmutztes Wasser in Kauf nehmen musste, nein zu alledem war es auch noch kalt. Und das einzige Ziel vor Augen war ein Außentauchgang in einem der belgischen Baggerseen mit einer Wassertemperatur von 5°C, manchmal 10°C, in seltenen Fällen 15°C, und einer Sichtweite von unter 7m, unvorhersehbaren Hindernissen, totaler Finsternis ab einer Tiefe von -20m, man sagte seinerzeit, nur wer diese - wohl berechtigte - Angst überwindet, wird ein guter Taucher!
So sah die Taucherwelt aus, bevor NEMO33 ins Leben gerufen wurde: Die Lernmethoden waren recht brutal, die Bedingungen manchmal sogar gefährlich, und Unfälle waren keine Seltenheit. Und die absolute Krönung der Ironie: Unfälle passierten sogar dann, wenn man gerade deren Vorbeugung übte!

Es war im Jahre 1996. John BEERNAERTS verfügte bereits über mehr als 20 Jahre Taucherfahrung und dank seiner zahlreichen Tauchgänge in exotischen Gewässern über komplett andere Erinnerungen. Es gab nämlich Flecken auf dieser Erde, an denen man Tauchen in einer Lagune lernte... Tauchen kann so leicht zu erlernen sein und vor allen Dingen SOFORT Spaß machen. Die Entdeckung der Unterwasserwelt muss nicht mit unangenehmen Erinnerungen verbunden sein und die intellektuelle und emotionelle Bereicherung muss keinesfalls mit Gefahr verbunden sein.
Und eines Abends, als John auf einen Freund wartete, skizzierte er auf einem Bierdeckel ein Tauchbecken, das einzigartig und das tiefste Tauchbecken weltweit sein sollte. Mit dem Ziel: Hier in Brüssel Tauchbedingungen wie auf Bora-Bora zu schaffen!

Es folgten drei Jahre intensiver Studien, um das Projekt genau zu definieren. Es wurden einundzwanzig Projektvarianten getestet. Es ging nicht nur darum, bisher unbekannte Verhaltensweisen vorherzusehen, sondern auch darum, ein globales Konzept mit ganz neuen Prioritäten zu erarbeiten:

 

  • Die erste Priorität war die SICHERHEIT.
    Auch heute heißt das oberste Gebot bei NEMO33 nach wie vor Sicherheit in jeder Hinsicht! Seit den 6 Jahren seiner Existenz arbeitet NEMO33 absolut UNFALLFREI, und das mit nahezu 200.000 Tauchgängen (was sicherlich für einen weltweit einzigartig hohen Sicherheitsstandard steht)!

  • Die zweite Priorität war der KOMFORT der Tauchschüler.
    Das gesamte Konzept, angefangen bei der Architektur, der Wasserqualität (+30°C, klar, trinkbar, ohne Chlorgeruch), über seine Funktionsweise bis hin zum verwendeten Qualitätsmaterial (der angesehenen Marke AQUALUNG) wurde stets im Hinblick auf optimalen Komfort durchdacht.

  • FAIRTRADE
    Und schließlich, da das Projekt langfristig rentabel sein sollte, war es die Gelegenheit, zu prüfen, ob das Unternehmen auch eine soziale Rolle erfüllte. Somit wurde die SOZIALE ROLLE DES UNTERNEHMENS fester Bestandteil in allen Bereichen.

  • Unser UMWELTBEWUSSTSEIN wird durch den geringen Energieverbrauch des Projekts sichergestellt (NEMO33 verbraucht weniger als die Hälfte der Energie eines traditionellen Schwimmbades, obwohl das Wasser 5°C wärmer ist!).

  • Unsere HUMANITÄT zeigt sich in der Multikulturalität (NEMO33 beschäftigt Menschen mit mehr als 12 verschiedenen Nationalitäten, die auf der Basis gegenseitigen Respekts ihre Mentalität und Erfahrungen mit einbringen).

  • Wir unterstützen den FAIREN HANDEL (NEMO33 gibt Produkten aus dem fairen Handel und aus kleineren landwirtschaftlichen Betrieben den Vorrang).


Es folgten vier lange Jahre mit Bauarbeiten voller technischer Überraschungen und Herausforderungen. Bisher hatte noch niemand ein derartiges Tauchbecken konstruiert. Es gab keinerlei Vergleichsmöglichkeiten oder Erfahrungswerte. Schließlich war es so weit: Die Eröffnung erfolgte am 1. Mai 2004. Der Tag, an dem Slowenien der Europäischen Union beitrat. Zwei reizende Sloweninnen reihten sich ein. Ein Zeichen seit dem Beginn des internationalen Interesses.

Heute ist NEMO33 ein Erfolg, auf den Belgien stolz sein kann!
Zahlreiche Tauchertouristen wählen Brüssel für einen Mini-Trip aus.
Im Leben eines Tauchers ist NEMO33 sozusagen ein Muss geworden! Ernstzunehmende Tauchlehrer sind sich einig, dass ein Tauchkurs ohne NEMO33 für Anfänger unnötige Risiken beinhaltet.

Es ist allgemein bekannt, dass die Wirkung der Schwerelosigkeit, des Süßwassers und des in der Tiefe eingeatmeten Sauerstoffs effizient Stress abbaut.
Manche behaupten sogar, NEMO33 habe eine aphrodisische Wirkung...

Und daher denken Viele, dass ein NEMO33 Nummer Zwei als Ergebnis von 14 Jahren Know-how, Fehlerbehebungen und unsichtbarer Verbesserungen demnächst in ihrem Land gebaut werden könnte...

John Beernaerts, quand il dessina NEMO33



Photo oben:  John BEERNAERTS, der bereits als junger Taucher das Konzept für NEMO33 entwickelte.

Photo links:  John BEERNAERTS, als er mit der Zeichnung von NEMO33 begann, 1996.


Geschichte entsteht nicht auf Grund von Gerüchten, sondern auf Grund von Tatsachen.
Dennoch ist die Entstehungsgeschichte von NEMO33 gespickt von Anekdoten und Gerüchten. Es stimmt, dass mit der Entstehung von NEMO33 so manche Gewohnheiten umgekrempelt wurden und eine Disziplin im 21. Jahrhundert vorangetrieben wurde, die soeben erst ihr 50jähriges Bestehen gefeiert hatte. Der Übergang von der Vorgeschichte zur Verfeinerung und zum Komfort hatte natürlich etwas Überraschendes, ja sogar Außergewöhnliches an sich. Aber mit welcher Fantasie plötzlich eine Reihe von völlig haltlosen Gerüchten in die Welt gesetzt wurden, ist für uns unerklärlich...